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23. April bis 23. Mai 2025
LOST PLACES
Vernissage – Mittwoch, 23. April, 18 Uhr

Welche Vorstellungen, Bilder, Konnotationen tun sich auf, wenn von „Lost Places“ die Rede
ist? Sind es konkrete verlassene Orte, vergessene Plätze; könnte damit vielleicht ein Stück
verlorener vertrauter Heimat gemeint sein? Oder geht es um den Verlust einer inneren Verortung,
Zugehörigkeit? Was löst den Verlust aus? Welche Bedeutung fällt ihm zu? Ist er irreversibel
...? Steckt dahinter so etwas wie eine bewusste Entscheidung, einen Ort, eine Situation,
eine Gewohnheit vielleicht, aufzugeben? Spielt unter Umständen auch der Zufall eine entscheidende Rolle?
Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung haben sich auf sehr unterschiedliche Art
und Weise dem vorgegebenen Thema genähert, dieses umgesetzt. Es zeigt sich, dass „Lost
Places“ eben sehr viele Gesichter tragen; so können der Verlust von Heimat, die Erfahrung von
Flucht, Vertreibung ebenso zum Thema gemacht werden wie durch vom Menschen hervorgerufene
Zerstörung von Lebensräumen beispielsweise. Verloren gehen kann nicht nur ein Ort,
sondern ebenso eine innere Verortung, die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, Beziehung,
... Immer spielen jedoch der Verlust, die Vergänglichkeit, vielleicht auch etwas Morbides eine
entscheidende Rolle, wenn man sich mit dem Thema „Lost Places befasst. Die Kunstwerke
veranschaulichen, dass nichts so bleibt, so ist, wie es einmal war; möglicherweise bilden die
gezeigten Objekte auch motivisch etwas ab, was der Sehnsucht des Menschen entspringt,
niemals war und dennoch im Leben eines Einzelnen einen höheren Stellenwert genießt im
Sinn von Wunschvorstellungen, Hoffnungen, die sich nicht erfüllt haben.
Das Thema ist ausgesprochen facettenreich und letzten Endes offenbar nicht definitorisch
vollumfänglich zu fassen. Dieser Vielfalt entsprechen die künstlerischen Darstellungsformen
von „lost places“, die in dieser Ausstellung zu sehen sind.